"Do hogge die wo immer do hogge"
Leichtathletik Stammtisch am 02. April 2004 im Bad Sobernheimer Pavillon
BAD SOBERNHEIM Am Freitag, den 02. April 2004 fand, diesmal im Pavillon in Bad Sobernheim, wieder ein Leichtathletik-Stammtisch des LVR-Kreis Bad Kreuznach statt.

In einem sehr angenehmen Ambiente des Pavillon in Bad Sobernheim passte der Spruch "Do hogge die die immer do hogge" zum April-Stammtisch der Leichtathleten.
Eingangs wurden die Neuerungen besprochen, die der LV Rheinland auf seiner Frühjahrstagung am 13. März 2004 in Lahnstein beschlossen hatte. Kreisvorsitzender Rolf Beilke konnte gute Nachrichten überbringen. Jeder Leichtathletikkreis soll finanziell ausgestattet werden, was bisher nicht der Fall war. So erhält jetzt jeder LA-Kreis im Rheinland ein Budget, das aus zwei Komponenten besteht. Zum Einen erhält jeder Kreis einen Sockelbetrag und zum Anderen werden zur weiteren Finanzausstattung die Mitglieder des Kreises (über 1.000 Mitglieder) berücksichtigt. Dieses Budget wird dem Kreis zur Verfügung gestellt und kann durch Vorlagen von Rechnungen abgerufen werden. Somit obliegt die Verwaltung dem LVR. Die Leichtathleten des LVR-Kreis Bad Kreuznach begrüßten diese Regelung, denn damit wird die Arbeit an der Basis endlich gestärkt.
Bernd Imig, unser Sport- und Kampfrichterwart, konnte neues über die
Kampfrichterausbildung berichten. So ist seitens des DLV mittelfristig angedacht, dass es
eine ansprechende und erschwingliche einheitliche Kleidung für die Kampfrichter geben
wird. Auch die Gestaltung der Aus- und Weiterbildung zumindest im Kreis soll sich ändern.
Er und Peter Wachholz aus Flacht nahmen als LVR-Vertreter an der Ausbildung zum
DLV-Lehrreferenten in Frankfurt erfolgreich teil.
Des weiteren informierte Bernd Imig die Anwesenden über den Ablauf der Sportfreizeit vom
19. bis 21. März 2004 in Traben-Trarbach. Es war eine rundum tolle Sache, was auch die
anwesenden Vertreter der teilgenommenen Vereine zum Ausdruck brachten. Eine Fortsetzung im
nächsten Jahr wird es geben.
Fördervereinsvorsitzender Werner Göbel war einer Betrugsmasche auf die Spur gekommen. Er berichtete den Anwesenden über den Stand der Dinge und empfahl jedem Vereinsvertreter, bei einer vereinseigenen Homepage Vorsicht walten zu lassen, um nicht auch böse Überraschungen zu erleben. Dieses Thema wird die Teilnehmer der nächsten Stammtische noch öfter beschäftigen.
LVR-KH Pressewart Rolf Schwabbacher bemängelte noch immer die schlechte Zusammenarbeit einzelner Leichtathletikvereine im Bezug auf die Öffentlichkeitsarbeit. Lobende Worte hatte er für den TV Meisenheim, dem VfL Bad Kreuznach, dem MTV Bad Kreuznach, dem TuS Heimweiler, dem TV Hahnenbach, den Lauffreunden Naheland und dem TuS Duchroth bereit. Schade, dass nicht alle Vereine mitziehen und die Homepage des LVR-KH nutzen.
Für ein weiteres Problem sorgte der TV Bad Sobernheim. Er gab die Ausrichtung der
Kreismeisterschaften in Sprint und Sprung, geplant am 30.04.2004, und im Wurf, geplant am
14.07.2004, an den Leichtathletik-Kreis zurück. Somit muss der Vorstand in kurzer Zeit
neue Ausrichter für diese Veranstaltungen finden.
Der Grund dafür ist, dass der SC Bad Sobernheim als Mitinhaber des Stadions im Staaren
sich nicht kooperationsbereit zeigt.
TV-Vorsitzender Rolf Beilke schilderte den Anwesenden die Vorgänge.
Obwohl bei den Kreismeisterschaften im Sprint, Sprung und Wurf das Spielfeld des SC nicht
gebraucht wird, möchte der SC für das Betreten der Rasenfläche eine Benutzungsgebühr
erheben. Nach ersten Gesprächen der beiden Vorsitzenden, sowie deren Stellvertreter war
man sich eigentlich über die Nutzung einig. Doch SC-Kassenwart Kalle Pfeffer, anscheinend
die graue Eminenz des SC, hatte andere Vorstellungen und wollte Geld vom TV für das
Betreten des Rasens.
Des weiteren ließ man dem Vorsitzenden des TV Bad Sobernheim mitteilen, er solle erst
eine offene Rechnung begleichen, bevor man weitere Gespräche führe. Bei dieser offenen
Rechnung handelt es sich um die Benutzung des Clubheimes im Rosenberg-Stadion aus dem Jahr
2003, anlässlich des durchgeführten Triathlon. Doch hier stellte der Kassierer des SC
dem TV eine nicht rechtmäßige Rechnung. Denn der SC war und ist seit dem 31.12.2002
weder Eigentümer noch Nutzer dieser Anlage. Das Stadion mit dem Clubheim ist in den
Besitz der Verbandsgemeinde übergegangen.
Kurios fanden es der Kreisvorstand und der Vorstand des Fördervereins, dass für 1,2
Millionen eine Sportanlage mit öffentlichen Mitteln in Bad Sobernheim bezuschusst wurde,
die zwei Besitzer hat. Damit waren doch Unstimmigkeiten vorprogrammiert. Das Spielfeld in
der Mitte gehört dem SC Bad Sobernheim, die Laufbahn und die Wurfanlagen der
Verbandsgemeinde Bad Sobernheim. Das war ein schwerer Fehler der verantwortlichen
Kommunalpolitiker, meinten die Anwesenden.
Des weitern wurde angemerkt, dass der SC Bad Sobernheim für die Benutzung der
Rasenfläche durch die Schulen jährlich von der Verbandsgemeinde Bad Sobernheim viel Geld
erhält.
Der Kreisvorstand sowie der Vorstand des Fördervereins zeigten sich daher sehr empört
über die Haltung des SC. Hier sei dringend ein Gespräch mit dem Landrat bzw. der
Struktur- und Genehmigungsdirektion, wenn nicht sogar mit dem Innenminister Walter Zuber,
der diese Anlage eingeweiht hatte, angebracht. Ein Verein der sich so verhält, sollte
keine öffentliche Mittel mehr erhalten.
Auch kleinere Probleme der anwesenden Vereine wurden wieder in gewohnter harmonischer Atmosphäre diskutiert. Dabei wurden Lösungsvorschläge unterbreitet bzw. guter Rat erteilt sowie Informationen und Neuigkeiten ausgetauscht.
Der Termin für den nächsten Stammtisch wurde noch nicht festgelegt, da er aufgrund der Ereignisse "rund um den Staaren" kurzfristig festgelegt wird.
LVR-KH Pressewart
Rolf Schwabbacher